Tierpatenschaften im Erlebniszoo Hannover

Durch die Übernahme der Tierpatenschaften für 3 Uromastyx tragen wir zum Wohlergehen der Tiere im Zoo Hannover bei und leisten einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz.

Dornenschwanzagame (Uromastyx) im Zoo Hannover

Dornschwanzagamen (Uromastyx) sind eine Echsengattung innerhalb der Familien der Agamen (Agamidae). Diese gedrungenen Agamen sind ausgesprochene Wüstenbewohner. Vertreter dieser Gattung sind in den Trockengürteln Afrikas und Asiens zu finden.

Dornschwanz-Agamen bewohnen ausschließlich aride Gebiete, genauer Halbwüsten, aber auch die spärlich mit Pflanzen bestandenen Vegetationspunkte in der Vollwüste.

Das Gesamtverbreitungsgebiet der Dornschwanzagamen reicht von Westafrika bis Westindien.

Dornschwanzagamen sind ausschließlich tagaktiv und verbergen sich nachts, in der größten Mittagshitze und bei Störungen unter Steinplatten und in Höhlen. Arten, die in Gebieten leben, in denen die Temperaturen im Winter bis auf 0° C absinken können, ziehen sich zu einer Winterruhe von wenigen Wochen bis mehreren Monaten in tiefe Höhlen zurück. Dornschwanz-Agamen sind reine Pflanzenfresser, allenfalls die Jungtiere ernähren sich auch von Insekten. Da Dornschwanz-Agamen kaum natürliche Feinde haben, sind sie auch dem Menschen relativ schnell zutraulich. Verharrt man still oder bewegt sich nur langsam, kommen sie sogar in freier Wildbahn so nahe, dass man sie füttern kann. Trotzdem sind sie durch zu viel Bewegung und zu hohen Besatz in Terrarien etwa schnell gestresst, da ihr natürlicher Lebensraum sehr dünn besiedelt ist und es kaum zu Begegnungen mit Artgenossen und anderen Wüstenbewohnern kommt. Die Männchen besetzen Territorien von mehreren Hektar.

Als ausgesprochene Wüstenbewohner mit geringem Aktionsradius besitzen die Dornschwanz-Agamen besondere Anpassungen an ihre Umgebung. Auch wenn sie eine recht starke Erhitzung ihres Körpers auf bis zu 47° C erdulden können, verstecken sie sich während des Sommers doch in der größten Mittagshitze in Felsspalten oder Höhlen. Ihre veränderliche Hautfärbung, daher auch der Name "veränderlicher Dornschwanz", hilft ihnen die unterschiedlich intensive Einstrahlung zu nutzen und ihre Körpertemperatur entsprechend zu regulieren. In den kühlen Morgenstunden ist die Haut dunkel gefärbt, damit sie möglichst viel Wärme aufnehmen kann, während sie mittags orange bis grellgelb gefärbt ist, damit viel Strahlungswärme reflektiert wird und der Körper nicht zusätzlich aufheizt. Zusätzlich verändern Dornschwanz-Agamen ihre Körperposition, um die Sonneneinstrahlung besonders gut oder möglichst wenig wirken zu lassen.

Da Dornschwänze ihren Wasserbedarf ausschließlich über ihre pflanzliche Nahrung decken, besitzen sie auch Anpassungen, die den Wasserverlust minimieren und die aufgenommene Flüssigkeit bestmöglich nutzen. Den Ausscheidungen wird in der Kloake so viel Wasser wie möglich entzogen. Die sich dadurch im Körper konzentrierenden Salze werden über Drüsen an der Nase wieder ausgeschieden. Zusätzlich können die Tiere Feuchtigkeit über die Haut aufnehmen und dem im Schwanz eingelagerten Fett Wasser entziehen, indem sie es verbrennen.

 

(Quelle: Wikipedia.org)